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STIC-Register

Im STIC-Register soll retrospektiv wie prospektiv die Behandlungspraxis von Patientinnen mit einem STIC (serös tubares intraepitheliales Karzinom (Läsion)) in der klinischen Routine erfasst werden.

Laufzeit 2024 - 2026
Projektart Kooperation
Themenbereiche Medizinische Register, Krebsregister
Projektpartner

Projektbeschreibung

Das serös tubare intraepitheliale Karzinom (STIC) gilt als zentrale Vorläuferläsion des aggressiven high-grade serösen Ovarialkarzinoms (HGSOC), das häufig erst in fortgeschrittenen Stadien diagnostiziert wird und mit einer 5-Jahres-Überlebensrate von etwa 50 % eine ungünstige Prognose aufweist. Aufgrund fehlender Frühsymptome, eines effektiven Screenings sowie der Seltenheit von STICs bestehen erhebliche Unsicherheiten hinsichtlich Diagnostik, operativem Vorgehen und Nachsorge. Insbesondere bei Patientinnen mit genetischer Prädisposition, wie BRCA-Mutationen, werden STICs im Rahmen prophylaktischer Operationen diagnostiziert und sind mit einem relevanten Risiko für okkulte Metastasierung und die Entwicklung eines invasiven HGSOC assoziiert. Ziel dieses nationalen, multizentrischen, nicht-interventionellen Registers ist die strukturierte retrospektive und prospektive Erfassung klinischer, pathologischer und therapeutischer Daten von Patientinnen mit STIC- und STIL-Läsionen, um Ausbreitungsmuster, Risikofaktoren und Versorgungsstrategien systematisch zu analysieren und auf dieser Basis evidenzbasierte diagnostische und therapeutische Standards zur Verbesserung der Patientinnenversorgung zu entwickeln.

Erwartete Ergebnisse

  • Stadium und Ausbreitung extra-tubarer STIC- Läsionen 
  • Inzidenz des HGSOC 
  • Erfassung: 
    • anamnestischer Risikofaktoren und genetischer Risikofaktoren der Patientinnen 
    • der histo-pathologischen Diagnostik in der täglichen Routine 
    • der klinisch-radiologischen Diagnostik und deren Wertigkeit  
    • der durchgeführten Therapien 
    • Progression-free survival, disease specific survival und overall survival der Patientinnen
  • Eine erste Auswertung wird Anfang 2026 erwartet

Projektleitung und -koordination:

Alina Breuer (breuer[at]idg-rlp.de)

 

Kooperationspartner der Universitätsmedizin Mainz

  • Prof. Annette Hasenburg, Direktorin der Klinik und Poliklinik für Geburtshilfe und Frauengesundheit der Universitätsmedizin Mainz
  • Dr. Valerie Linz, Fachärztin für Frauenheilkunde und Geburtshilfe an der Klinik und Poliklinik für Geburtshilfe und Frauengesundheit der Universitätsmedizin Mainz