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PROSPER

PROSPER (Prozessorientierte Analyse der Erfolgsfaktoren und Herausforderungen für ein nationales Never Event-Register als Fehlermelde- und Lernsystem) entwickelt die wissenschaftlichen Grundlagen für den Aufbau eines nationalen Never-Event-Registers, um schwerwiegende, vermeidbare Ereignisse in der Gesundheitsversorgung systematisch zu erfassen und daraus Maßnahmen zur Verbesserung der Patientensicherheit abzuleiten.

Laufzeit Januar 2027 - Dezember 2028
Projektart Förderprojekt
Themenbereiche Patientensicherheit, Never Events, Fehlermelde- und Lernsystem, Versorgungsforschung
Projektpartner

Projektbeschreibung

Schwerwiegende und vermeidbare Fehler in der medizinischen Versorgung, sogenannte Never Events, können für Patientinnen und Patienten gravierende Folgen haben. In Deutschland fehlt bislang eine nationale Infrastruktur, um diese Ereignisse systematisch zu erfassen, auszuwerten und die gewonnenen Erkenntnisse für eine nachhaltige Verbesserung der Patientensicherheit nutzbar zu machen.

Das Projekt PROSPER entwickelt die wissenschaftlichen und konzeptionellen Grundlagen für ein nationales Never-Event-Register. Hierfür werden internationale Registermodelle analysiert und Expertinnen und Experten aus Versorgung, Qualitäts- und Risikomanagement, Wissenschaft, Politik sowie Patientinnen- und Patientenvertretungen zu ihren Erfahrungen und Anforderungen befragt. Ergänzend werden bundesweite Online-Befragungen von Krankenhauspersonal sowie niedergelassenen Ärztinnen und Ärzten durchgeführt.

Auf Basis der gewonnenen Erkenntnisse werden Empfehlungen für die Erfassung, Analyse und Rückmeldung von Never Events sowie für die Integration der Ergebnisse in die Lern- und Verbesserungsprozesse von Gesundheitseinrichtungen entwickelt. Ziel ist es, die Voraussetzungen für ein sektorenübergreifendes, lernendes Gesundheitssystem zu schaffen und langfristig die Patientensicherheit in Deutschland zu stärken. Das Projekt wird über zwei Jahre mit rund 960.000 Euro gefördert.

 

Erwartete Ergebnisse

  • Wissenschaftlich fundierte Blaupause für ein nationales Never-Event-Register 
  • Prozessmodell des Melde- und Lernprozesses („Weg einer Meldung“) 
  • Empfehlungen zu Governance, Recht, Technik und Datenstandards 
  • Anforderungen und Erfolgsfaktoren aus Sicht aller relevanten Stakeholder 
  • Hürden- und Risikoanalyse für die Implementierung 
  • Handlungsempfehlungen für Politik, Selbstverwaltung und Versorgung 
  • Grundlage für Pilotierung, gesetzliche Regelungen und den Aufbau eines lernenden Gesundheitssystems

Projektleitung und -koordination:

Alina Breuer breuer[at]idg-rlp.de 

 

Projektmeilensteine:

  • Projektvorbereitung und Expertenbeteiligung
  • Best-Practice-Analyse bestehender Register
  • Empirische Datenerhebung mit relevanten Stakeholdern
  • Entwicklung einer Blaupause für ein nationales Never-Event-Register
  • Handlungsempfehlungen und Wissenstransfer