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POI-CONNECT

Mit POI-CONNECT wird in der Rhein-Main-Region ein interdisziplinäres Versorgungsnetzwerk für Frauen mit Prämaturer Ovarialinsuffizienz (POI) und früher Menopause aufgebaut. Ziel ist es, die Versorgung durch eine enge Zusammenarbeit verschiedener Fachdisziplinen sowie die wissenschaftliche Begleitung mithilfe des bestehenden POI-Registers nachhaltig zu verbessern.

Projektbeschreibung

Frauen mit Prämaturer Ovarialinsuffizienz (POI) oder früher Menopause benötigen häufig eine langfristige und interdisziplinäre medizinische Betreuung. In der aktuellen Versorgung bestehen jedoch unter anderem lange Diagnosedauern, uneinheitliche Versorgungspfade sowie eine begrenzte Vernetzung zwischen spezialisierten Zentren und wohnortnahen Versorgungsstrukturen.

Mit dem Projekt POI-CONNECT wird deshalb in der Rhein-Main-Region ein regionales Versorgungsnetzwerk (INPOI-Netzwerk) aufgebaut. Ziel ist es, spezialisierte Zentren und ambulante Kooperationspartner verschiedener Fachrichtungen enger zu vernetzen, standardisierte leitlinienbasierte Diagnostik- und Therapiepfade zu entwickeln und die Versorgung betroffener Frauen nachhaltig zu verbessern.

Das bereits etablierte digitale POI-Register wird im Rahmen des Projekts inhaltlich erweitert und bildet die zentrale Datengrundlage für die wissenschaftliche Begleitung und Evaluation des Netzwerks. Darüber hinaus werden digitale patientinnenberichtete Outcome-Maße (PROMs) in das Register integriert, um die Patientinnenperspektive stärker in die Versorgung und Forschung einzubeziehen.

Die Modellregion Rhein-Main dient dabei als Ausgangspunkt für die Entwicklung eines übertragbaren Versorgungskonzepts, das perspektivisch auch in weiteren Regionen etabliert werden kann.

Erwartete Ergebnisse

  • Aufbau eines regionalen interdisziplinären Versorgungsnetzwerks 
  • Entwicklung standardisierter Diagnostik- und Therapiepfade 
  • Erweiterung des POI-Registers und Integration digitaler PROMs 
  • Wissenschaftliche Evaluation der Versorgungsqualität 
  • Gewinnung neuer Erkenntnisse zur Versorgung von Frauen mit POI und früher Menopause 
  • Entwicklung eines auf weitere Regionen übertragbaren Netzwerkmodells

Projektleitung und -koordination:

Wissenschaftliche Leitung
Dr. Susanne Theis
Leitung des Kinderwunschzentrums und der Ambulanz für Gynäkologische Endokrinologie
Klinik und Poliklinik für Geburtshilfe und Frauengesundheit
Universitätsmedizin Mainz
 

Projektkoordination (IDG)
Dr. Nadine Wollscheid
Institut für digitale Gesundheitsdaten Rheinland-Pfalz (IDG)

 

Aktualisierungen und Fortschritte:

Das Projekt ist am 01.04.2026 gestartet. Derzeit werden das regionale INPOI-Netzwerk aufgebaut, der Erhebungsbogen weiterentwickelt sowie die technische Umsetzung der digitalen PROM-Erhebung vorbereitet.