DECIDE steht für "Dezentrales digitales Umfeld für die Konsultation, Datenintegration, Entscheidungsfindung und Patientenbeteiligung". DECIDE setzt auf vielfältige IT-gestützte Lösungen, um auch außerhalb universitärer Kliniken eine leitliniengerechte Versorgung auf höchstem Niveau zu ermöglichen. Das Versorgungsangebot wird durch spezialisierte diagnostische Verfahren sowie sporttherapeutische Angebote der Universitätsmedizin ergänzt. Im Mittelpunkt stehen die Fachbereiche Onkologie, Psychiatrie und Sportmedizin. Darüber hinaus können die im Projekt erhobenen Daten über die sicheren Strukturen eines Datenintegrationszentrums für weiterführende medizinische Forschung genutzt werden.
| Laufzeit | 2026 - 2029 |
|---|---|
| Projektart | Förderprojekt |
| Themenbereiche | Datenverknüpfung, Patientenpartizipation, Datenauswertung |
| Projektpartner | |
| Förderung |
Projektbeschreibung
Innovative IT-Lösungen leisten einen wichtigen Beitrag, um die Versorgung von Patientinnen und Patienten nachhaltig zu verbessern. Täglich entstehen in Krankenhäusern, Arztpraxen und Forschungseinrichtungen große Mengen an Gesundheitsdaten. Gemeinsam bilden sie einen wertvollen Datenschatz für die medizinische Forschung – ihr volles Potenzial kann jedoch nur ausgeschöpft werden, wenn Datenformate und IT-Systeme bundesweit kompatibel sind.
Genau hier setzt das Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) mit der mehrphasigen Medizininformatik-Initiative (MII) an. Ziel der Initiative ist es, die Voraussetzungen dafür zu schaffen, digitalisierte Gesundheitsdaten standortübergreifend verfügbar zu machen und für die Forschung nutzbar zu machen. In der aktuellen Förderphase liegt der Schwerpunkt auf der Weiterentwicklung der in den Digitalen FortschrittsHubs Gesundheit aufgebauten Strukturen sowie auf einer intensiveren Zusammenarbeit. Die Hubs sollen sich noch stärker mit regionalen Einrichtungen der Gesundheitsversorgung, untereinander sowie mit weiteren Förderprogrammen und Initiativen der Gesundheitsforschung vernetzen. Welchen konkreten Nutzen die Digitalisierung für Patientinnen und Patienten, medizinisches Fachpersonal und die Wissenschaft bietet, zeigen insbesondere die klinischen Anwendungsfälle.
DECIDE II verfolgt das Ziel, telemedizinische Verfahren sowie den Einsatz von Apps und Handgelenksensoren zu erproben, um eine sektorenübergreifende Versorgung auf höchstem Niveau zu ermöglichen – insbesondere in strukturschwachen Regionen. Dafür werden klinische Daten zu schweren Depressionen und Tumorerkrankungen für die medizinische Forschung aufbereitet und nutzbar gemacht. Durch die Standardisierung und Verknüpfung dieser Daten sowie den Einsatz von Methoden der Künstlichen Intelligenz sollen Diagnostik und Behandlung weiter verbessert werden.
Langfristig verfolgt die Medizininformatik-Initiative das Ziel, ein leistungsfähiges, digital vernetztes Gesundheitssystem zu schaffen. Dieses soll medizinisches Fachpersonal, Forschende und Patientinnen und Patienten dabei unterstützen, Krankheiten früher und präziser zu erkennen und für jede betroffene Person die bestmögliche Therapie zu ermöglichen.
Projektleitung und -koordination:
Philipp Kachel kachel[at]idg-rlp.de
Marco Link link[at]idg-rlp.de
Arthur Michel michel[at]idg-rlp.de



