Situation in Rheinland-Pfalz
Nierenkrebs gehört zu den selteneren Krebserkrankungen. Im Jahr 2024 wurde diese Erkrankung in Rheinland-Pfalz bei 265 Frauen und 504 Männern diagnostiziert. Im gleichen Jahr sind 89 Frauen und 171 Männer an Nierenkrebs verstorben. Die Inzidenz- und Mortalitätsraten in Rheinland-Pfalz sowie in Deutschland insgesamt zeigen für Frauen (Abbildung 1) und Männer (Abbildung 2) in den letzten Jahren leichte Schwankungen, aber insgesamt stabile Zahlen.
Bei der Betrachtung der Altersverteilung bei Diagnose ist für Frauen und Männer eine ähnliche Verteilung zu erkennen (Abbildung 3). Wie bei den meisten Krebsarten ist Nierenkrebs eine Erkrankung des Alters. Die meisten Frauen und Männer erkranken in den Altersgruppen von 65-74 Jahren.
Nierenkarzinome verursachen in den frühen Stadien in der Regel keine Symptome und werden oft nur zufällig entdeckt. Erfreulicherweise werden die meisten Tumoren dennoch im frühen Stadium UICC I diagnostiziert, so dass sie gut behandelbar sind (Abbildung 4).
Risikofaktoren, Symptome und Diagnostik
Nierenkrebs tritt deutlich häufiger bei Männern als bei Frauen auf. Die Gründe hierfür sind nicht genau bekannt. Eine mögliche Ursache könnte in den Risikofaktoren liegen. Als Risikofaktoren gelten derzeit vor allem das Rauchen, Übergewicht, Bluthochdruck und mangelnde körperliche Aktivität. Außerdem kann die Exposition mit bestimmten Chemikalien, wie Trichlorethylen das Risiko erhöhen (1). Für Männer könnte das Risiko für Nierenkrebs höher sein, da sie mehr rauchen als Frauen und auch zu einem größeren Teil beruflich exponiert werden. Symptome zeigen sich oft erst bei fortgeschrittenen Tumoren. Erste klinische Zeichen können z.B. Schmerzen in der Nierengegend sein, die bis in den Rücken ausstrahlen, oder auch der Nachweis von Blut im Urin. Erste Hinweise darauf, ob ein Nierentumor vorliegt, können Ultraschalluntersuchungen geben (1).
Das Institut für digitale Gesundheitsdaten RLP
Das Institut für digitale Gesundheitsdaten schafft digitale, interoperable und qualitätsgesicherte Prozesse und Systeme. Mit diesen erhebt, verarbeitet, analysiert und visualisiert es Daten und verknüpft diese, um nutzbares Wissen zu generieren. Das IDG stellt notwendige Daten, Werkzeuge und Informationen bereit, um auch andere bei der Verbesserung der Gesundheit jedes Einzelnen zu unterstützen. Dafür arbeiten rund 90 engagierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter eng zusammen. Das IDG hat langjährige Erfahrung im Umgang mit sensiblen Patientendaten und deren gesellschaftlicher Nutzung.
Das Krebsregister RLP im Institut für digitale Gesundheitsdaten
Der Geschäftsbereich Krebsregister RLP erfasst seit 2016 flächendeckend stationäre und ambulante Patientendaten zu Auftreten, Behandlung und Verlauf von Tumorerkrankungen. Jährlich übermitteln die onkologisch tätigen Einrichtungen etwa 450.000 Meldungen an das Krebsregister RLP, die dort qualitätsgesichert aufbereitet und ausgewertet werden. Inzwischen liegen Daten zu nahezu 1.000.000 Menschen mit Krebserkrankungen vor. Das oberste Ziel des Krebsregisters ist es, die onkologische Versorgung für Patientinnen und Patienten in Rheinland-Pfalz zu verbessern.
Referenzen:



