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Männergesundheitsmonat November: Inzidenzraten des Prostatakarzinoms steigen, Mortalitätsraten sind stabil

Inzidenzraten des Prostatakarzinoms steigen, Mortalitätsraten sind stabil - Informationen aus dem Institut für digitale Gesundheitsdaten zum Monat der Männergesundheit 

Mainz, den 27.10.2026 – Der November steht im Zeichen der Männergesundheit. Aus diesem Grund geben wir einen Einblick in den aktuellen Stand der Prostatakarzinome. Diese Krebserkrankung ist mit Abstand die häufigste bei Männern. Im Vordergrund der nachfolgenden Auswertungen steht die Situation von Prostatakrebs in Rheinland-Pfalz.

Situation in Rheinland-Pfalz
Im Jahr 2024 erhielten in Rheinland-Pfalz 4.437 Männer die Diagnose Prostatakrebs. Im gleichen Jahr verstarben 800 Männer an dieser Erkrankung. Die Inzidenzraten für Rheinland-Pfalz (RLP) und Deutschland insgesamt (D) zeigen in den letzten Jahren einen Anstieg (Abbildung 1). Die Mortalitätsraten bleiben jedoch stabil (Abbildung 1). 

Prostatakrebs ist die häufigste Krebserkrankung bei Männern, sowohl in Rheinland-Pfalz als auch deutschlandweit. Der Anstieg bei den Neuerkrankungen kann ein Hinweis darauf sein, dass mehr Männer das Screening mittels PSA-Test wahrnehmen (1). 

Wie bei den meisten Krebserkrankungen nimmt auch bei Prostatakarzinomen das Erkrankungsrisiko mit dem Alter zu. Die meisten Männer erkranken im Alter von 70-74 Jahren (Abbildung 2).

Prostatakarzinome haben meist eine gute Prognose, dies zeigen auch die geringen Mortalitätsraten, die trotz der ansteigenden Inzidenzraten stabil bleiben. Erfreulicherweise werden viele Tumoren bereits in frühen Stadien diagnostiziert, 50% der Tumoren sogar im sehr frühen Stadium UICC I (Abbildung 3). Im Stadium UICC II wurden noch 23 % der Fälle diagnostiziert, in UICC III 9 % und im UICC IV 18 %.

Sehr früh diagnostizierte Tumoren, die lokal begrenzt sind, benötigen in vielen Fällen zunächst keinerlei Therapie. Die Patienten müssen sich allerdings im Rahmen einer sogenannten aktiven Überwachung regelmäßigen Kontrolluntersuchungen unterziehen. Sind Tumoren weiter fortgeschritten und somit behandlungsbedürftig, steht inzwischen eine Vielzahl an geeigneten Therapieoptionen zur Verfügung. Zu diesen zählen Operationen, Strahlen-, Chemo- und Antihormontherapien. Die Behandlungen verlaufen in den meisten Fällen sehr erfolgreich (2). 

Insgesamt gilt aber für das Prostatakarzinom, wie für alle Krebserkrankungen, dass die Heilungschancen umso höher sind, je früher ein Tumor diagnostiziert wird. Aus diesem Grund wird allen Männern ab 45 Jahren empfohlen am Früherkennungsprogramm für Prostatakarzinome teilzunehmen (3). 

Referenzen

  1. www.prostata.de/prostatakrebs/was-ist-pca/haeufigkeit-des-prostatakarzinoms
  2. www.krebsinformationsdienst.de/prostatakrebs/behandlung-uebersicht
  3. https://www.krebsinformationsdienst.de/prostatakrebs/frueherkennung

 

 

 

Abbildung 1: Inzidenz- und Mortalitätsraten für Prostatakrebs im Zeitraum 2015-2024

Abbildung 2: Altersverteilung der im Jahr 2024 neu diagnostizierten Prostatakrebspatienten

Abbildung 3: Prozentuale Verteilung der UICC-Stadien der Prostatakarzinome, die im Jahr 2024 In Rheinland-Pfalz diagnostiziert wurden