Informationen aus dem IDG zum Weltnierenkrebstag

Anlässlich dem Weltnierenkrebstag, geben wir Einblicke in die onkologische Situation dieser Tumoren in Rheinland-Pfalz.

Abb. 1: Inzidenz- und Mortalitätsraten für Menschen mit Nierenkarzinomen in den Jahren 2012 bis 2021

Abb. 2: Verteilung der UICC-Stadien für Nierenkarzinome in den Jahren 2017 bis 2021

Abb. 3: Therapie der Nierenkarzinome nach UICC-Stadien im Jahr 2021

Mainz, den 18. Juni 2024 – Anlässlich dem Weltnierenkrebstag am 20. Juni geben wir in der nachfolgenden Information einen Überblick über die onkologische Situation von Nierenkrebs in Rheinland-Pfalz.

Situation in Rheinland-Pfalz
In Rheinland-Pfalz wurde im Jahr 2021 bei insgesamt 691 Menschen Nierenkrebs (ICD-10-GM C64) neu diagnostiziert. Davon waren 238 Frauen und 453 Männer betroffen. Im gleichen Jahr verstarben in Rheinland-Pfalz 241 Menschen, 77 Frauen und 164 Männer, in Folge dieser Erkrankung. Bei der Betrachtung der altersstandardisierten Inzidenz- und Mortalitätsraten pro 100.000 Einwohner über die Jahre 2012 bis 2021 zeigte sich sowohl bei Frauen als auch bei Männern ein etwa gleichbleibender Trend (siehe Abbildung 1).

Die Verteilung der UICC-Stadien der Tumoren zeigen in den Jahren 2017 bis 2021 kaum Veränderungen (siehe Abbildung 2). Daraus lässt sich ableiten, dass ein möglicher Einfluss der COVID-19-Pandemie auf eine Verschiebung der Stadien bei der Diagnose derzeit ausgeschlossen werden kann. Die Daten zeigen außerdem, dass Nierenkrebs überwiegend im frühen UICC-Stadium I entdeckt wird.

Bei der Behandlung von Nierenkrebs ist zu beobachten, dass in allen UICC-Stadien die Operation die häufigste Therapieart ist. Der prozentuale Anteil der Behandlungen durch eine Strahlen- oder Systemtherapie nimmt für die Stadien III und IV zu (siehe Abbildung 3).

Weitere Daten und Auswertungen zu Nierenkrebs in Rheinland-Pfalz finden Sie auch auf unserem Onkologie-Monitor: www.onkologiemonitor.de

Das Institut für digitale Gesundheitsdaten RLP
Das Institut für digitale Gesundheitsdaten schafft digitale, interoperable und qualitätsgesicherte Prozesse und Systeme. Mit diesen erhebt, verarbeitet, analysiert und visualisiert es Daten und verknüpft diese, um nutzbares Wissen zu generieren. Das IDG stellt notwendige Daten, Werkzeuge und Informationen bereit, um auch andere bei der Verbesserung der Gesundheit jedes Einzelnen zu unterstützen. Dafür arbeiten rund 90 engagierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter eng zusammen. Das IDG hat langjährige Erfahrung im Umgang mit sensiblen Patientendaten und deren gesellschaftlicher Nutzung.

Das Krebsregister RLP im Institut für digitale Gesundheitsdaten
Der Geschäftsbereich Krebsregister RLP erfasst seit 2016 flächendeckend stationäre und ambulante Patientendaten zu Auftreten, Behandlung und Verlauf von Tumorerkrankungen. Jährlich übermitteln die onkologisch tätigen Einrichtungen etwa 450.000 Meldungen an das Krebsregister RLP, die dort qualitätsgesichert aufbereitet und ausgewertet werden. Inzwischen liegen Daten zu nahezu 1.000.000 Menschen mit Krebserkrankungen vor. Das oberste Ziel des Krebsregisters ist es, die onkologische Versorgung für Patientinnen und Patienten in Rheinland-Pfalz zu verbessern.