Informationen aus dem Institut für digitale Gesundheitsdaten zum Hautkrebsmonat – Melanome werden meist in frühen Stadien diagnostiziert - Inzidenz- und Mortalitätsraten von Melanomen sind stabil
Mainz, den 28.04.2026 – Der Mai ist Awarenessmonat für Hautkrebs. Aus diesem Anlass gibt das Institut für digitale Gesundheitsdaten einen Überblick über die aktuelle onkologische Situation von Melanomen (schwarzer Hautkrebs) in Rheinland-Pfalz.
Situation in Rheinland-Pfalz
Im Jahr 2024 wurden in Rheinland-Pfalz bei 765 Frauen und 820 Männern Melanome diagnostiziert. Im gleichen Zeitraum verstarben 77 Frauen und 96 Männer an dieser Erkrankung. Die Inzidenz- und Mortalitätsraten zeigen in Rheinland-Pfalz sowie in Deutschland insgesamt in den letzten Jahren für Frauen (Abbildung 1) und Männer (Abbildung 2) leichte Schwankungen, insgesamt sind die Zahlen stabil.
Melanome werden meist in einem frühen Stadium (UICC I) diagnostiziert (Abbildung 3), aus diesem Grund ist die Prognose und damit das Überleben von Patientinnen und Patienten in der Regel sehr gut.
Die meisten Tumoren werden bei Frauen und bei Männern in der Altersgruppe von 65-70 Jahre diagnostiziert (Abbildung 4).
Vorsorge, Diagnose und Therapie
Im Rahmen des Früherkennungsprogramms für Hautkrebs wird gesetzlich Versicherten ab dem 35. Lebensjahr alle zwei Jahre ein Screening angeboten. Dieses Programm ermöglicht es, Tumoren in einem möglichst frühen Stadium zu diagnostizieren, so dass eine schonende Therapie erfolgen kann. Die Tumoren werden in der Regel zunächst operativ entfernt. Nur bei fortgeschrittenen Stadien erfolgen in einzelnen Fällen auch eine medikamentöse oder eine Strahlentherapie (1). Hauptrisikofaktor für Hautkrebs sind UV-Strahlen, daher sollten vor allem Sonnenbrände vermieden werden. Am sichersten ist es jedoch die Haut generell so wenig UV-Strahlen wie möglich auszusetzen (2).
Das Institut für digitale Gesundheitsdaten RLP
Das Institut für digitale Gesundheitsdaten schafft digitale, interoperable und qualitätsgesicherte Prozesse und Systeme. Mit diesen erhebt, verarbeitet, analysiert und visualisiert es Daten und verknüpft diese, um nutzbares Wissen zu generieren. Das IDG stellt notwendige Daten, Werkzeuge und Informationen bereit, um auch andere bei der Verbesserung der Gesundheit jedes Einzelnen zu unterstützen. Dafür arbeiten rund 90 engagierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter eng zusammen. Das IDG hat langjährige Erfahrung im Umgang mit sensiblen Patientendaten und deren gesellschaftlicher Nutzung.
Das Krebsregister RLP im Institut für digitale Gesundheitsdaten
Der Geschäftsbereich Krebsregister RLP erfasst seit 2016 flächendeckend stationäre und ambulante Patientendaten zu Auftreten, Behandlung und Verlauf von Tumorerkrankungen. Jährlich übermitteln die onkologisch tätigen Einrichtungen etwa 450.000 Meldungen an das Krebsregister RLP, die dort qualitätsgesichert aufbereitet und ausgewertet werden. Inzwischen liegen Daten zu nahezu 1.000.000 Menschen mit Krebserkrankungen vor. Das oberste Ziel des Krebsregisters ist es, die onkologische Versorgung für Patientinnen und Patienten in Rheinland-Pfalz zu verbessern.
Referenzen:
(2) https://www.krebsinformationsdienst.de/hautkrebs/vorbeugung



