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Awarenessmonat für Magenkrebs - Inzidenz- und Mortalitätsraten in RLP gehen zurück

Informationen aus dem Institut für digitale Gesundheitsdaten zum Magenkrebs – Inzidenz- und Mortalitätsraten in RLP gehen zurück

Mainz, November 2026 – Der November ist Awarenessmonat für Magenkrebs. In der nachfolgenden Information geben wir einen Überblick über die aktuelle onkologische Situation von Magenkrebs in Rheinland-Pfalz.

Situation in Rheinland-Pfalz
Im Jahr 2024 wurde in Rheinland-Pfalz bei 262 Frauen und 492 Männern Magenkrebs diagnostiziert. Im gleichen Jahr verstarben 153 Frauen und 218 Männer an dieser Erkrankung. Die Inzidenz- und Mortalitätsraten gehen für Frauen und Männer zurück. Dies zeigt sich sowohl in Rheinland-Pfalz als auch für Deutschland insgesamt (Abbildungen 1 und 2).

Für die Prognose einer Krebserkrankung spielen die UICC-Stadien eine wichtige Rolle. Mit UICC I wird das sehr frühe Stadium einer Krebserkrankung beschrieben. Hierbei handelt es sich in der Regel um sehr kleine Tumoren, die noch keine Metastasen gebildet haben. Das am weitesten fortgeschrittene Stadium UICC IV beschreibt dagegen Tumoren zu denen bereits Fernmetastasen vorliegen.

Für Magenkarzinome zeigt sich, dass mit 44 % ein großer Teil der Tumoren erst im metastasieren Stadium UICC IV diagnostiziert wird (Abbildung 3). Die Ursache hierfür liegt vermutlich darin, dass frühe Magenkarzinome keine oder nur sehr unspezifische Symptome zeigen, wie Bauchschmerzen oder Übelkeit (1). Zudem gibt es für Magenkrebs kein Früherkennungsprogramm. 

In den Stadien UICC I und UICC III wurden 2024 jeweils 13,5 % der Tumoren entdeckt und im Stadium UICC II 29 % (Abbildung 3).

Wie bei den meisten Krebserkrankungen steigt das Erkrankungsrisiko mit dem Alter an (Abbildung 4). Außerdem erkranken deutlich mehr Männer an Magenkrebs als Frauen. Als klare Risikofaktoren gelten derzeit Infektionen mit dem Bakterium Helicobacter pylori, Rauchen, Alkoholkonsum, eine familiäre Vorbelastung, starkes Übergewicht und eine ungesunde Ernährung (2).

Liegt der Verdacht für ein Magenkarzinom vor, erfolgt in der Regel zunächst eine Magenspiegelung. Im Rahmen dieser kann eine Gewebeprobe (Biopsie) entnommen werden, die im Anschluss weiter untersucht wird (3). Bestätigt sich anhand dieser Gewebsanalyse der Verdacht auf eine Tumorerkrankung, so folgen weitere Untersuchungen, diese können Ultraschall, Computertomographie oder
Magnetresonanztomographie umfassen. Die Ergebnisse dieser Untersuchungen bilden die Basis für eine sorgfältige Planung der besten Behandlung der vorliegenden Erkrankung (3). 

 

 

Referenzen:

  1. https://www.krebsinformationsdienst.de/magenkrebs/symptome
  2. https://www.krebsinformationsdienst.de/magenkrebs/risikofaktoren
  3. https://www.krebsinformationsdienst.de/magenkrebs/diagnostik 

 

Abbildung 2: Inzidenz und Mortalitätsraten für Magenkrebs für Männer in Rheinland-Pfalz und in Deutschland insgesamt (Zeitraum 2015-2024)

Abbildung 3: Prozentuale Verteilung der UICC-Stadien im Jahr 2024 in Rheinland-Pfalz

Abbildung 4: Altersverteilung der Neuerkrankungen an Magenkrebs für Männer und Frauen im Jahr 2024 in Rheinland-Pfalz

Abbildung 1: Inzidenz und Mortalitätsraten für Magenkrebs für Frauen in Rheinland-Pfalz und in Deutschland insgesamt (Zeitraum 2015-2024)